Projekt Fellheim
In einer modernen großstädtischen Zivilisationsgesellschaft steht Fell am Ende eines langen Produktionsprozesses. In dieser Konsumgesellschaft ist das Gebrauchen von Artikeln aus Leder
selbstverständlich. Der Bezug zum gesamten Prozess von der Aufzucht oder Jagd bis zur Verwertung von Horn, Knochen und Fell ist aber nur in wenigen Naturvölkern vorhanden.
Die Gruppe Fellheim möchte, die im Material enthaltenen Informationen sichtbar machen.
Durch die Objektkunst erhalten vorgefertigte Alltagsgegenstände neue Bedeutungen und Sinnzusammenhänge. 
Durch die Bekleidung mit Pelz wird der ursprüngliche Sinn der Gegenstände verändert und erscheint evtl. sogar lebendig. Es entsteht eine geheimnisvolle Fragwürdigkeit.
Einige Objekte bekommen einen stark archaischen Charakter welcher an schamanische Gegenstände erinnert, andere erscheinen in ihrem neuen Pelzdesign als absolute Luxusgüter. Die Verfremdung des Vertrauten macht den Unterschied zwischen dem Tatsächlichen und dem Möglichen deutlich. Die harte, glatte Form der Oberfläche wird pelzig und bricht aus ihrer Gebrauchstüchtigkeit aus. Die Natur verschmilzt ur scheinbar mit der Kultur und erzeugt durch den verfremdeten Widerspruch vielschichtig interpretierbare Objekte.
Für die Umsetzung verwendet die Gruppe ausschließlich getragene Pelzbekleidung sowie Fabrikreste aus echtem und künstlichem Fell.